Bam Bam The Plunderer - Sokoban

(Kapitel IX, Einleitung und frühere Kapitel siehe weiter unten)

Bam Bam war am Ende seiner Kraft. Seit Stunden schob er nun Felsbrocken durch die Gegend, um sich einen Pfad zur Treppe zur schaffen, ohne in die vielen Löcher zu fallen, die auf dem Weg dorthin lagen, und um die herum es keinen Weg gab.

Seine gute Planung hatte offenbar dazu geführt, dass er sich irgendwann schlauer fühlte:

"You feel wise! You must have been very observant."

Allerdings ging dadurch nicht seine Intelligenz, sondern seine Weisheit um einen Punkt nach oben. Er war demnach nun ein etwas weiserer Vollidiot, was immer das helfen sollte.

Wirklich störend war beim Herumschieben der Feldbrocken, dass ab und an Monster aus dem nichts auftauchten, und den ohnehin engen Raum verstopften. Eines von ihnen hatte eine scroll of identify dabei, mit deren Hilfe Bam Bam einige Ringe (teleportation, stealth, invisibility) identifizieren konnte, sowie einen wand of enlightenment, seltsamerweise aber dieses mal nicht seine sämtliche Ausrüstung.

Er traf unter anderem auch eine Nymphe, die ihm eine kurz vorher identifizierte scroll of teleportation stahl, diese las, aber nicht wegteleportieren konnte. In seinem Zorn erschlug er sie kurzerhand.

Auf dem vierten Level von Sokoban, tauchten urplötzlich gleich vier elfs auf, die ihm einen harten Kampf lieferten. Sie hatten massenhaft Ausrüstung dabei. Mehr aus Versehen wechselte Bam Bam sein Kurzschwert gegen ein Breitschwert und kämpfte fortan damit. Schon wenige Kämpfe später hatte er sich ein wenig an den Umgang damit gewöhnt. Er wusste allerdings nicht, ob es verhext war ... und im Moment wollte er es auch gar nicht wissen.

"You feel more confident in your weapon skills."
(#e)nhance broadsword

Der wand of enlightenment hatte 11 Ladungen, und so wendete er ihn einmal an.

"You feel self-knowledgeable..."

"You are piously aligned."
"You are poison resistant."
"You are telepathic."
"You are fast."
"You can safely pray."

"The feeling subsides."

Das waren doch mal wichtige Informationen! telepathic, das war wohl dafür verantwortlich, dass er Monster sehen konnte, solange er blind war. fast, ja, er hatte schon festgestellt, dass seine Gegner im Vergleich zu ihm bestenfalls halb so oft zuschlagen oder sich halb so schnell bewegen konnten wie er. Die letzte Angabe hingegen war die interessanteste. Seine Erinnerungen an frühere Leben ergaben plötzlich mehr Sinn, denn die Götter hatten seine Gebete meistens dann abgelehnt, wenn er mehrmals gebetet hatte, ohne viel Zeit vergehen zu lassen.

Andererseits wusste Bam Bam, dass ihm viele wichtige Eigenschaften noch fehlten. Ausser gegen Gift war er gegen nichts resistent, weder Feuer, Säure, Kälte noch sonstige Dinge. Ihm war klar, dass er einige dieser Eigenschaften durch Ringe an seinen Fingern oder Amulette erhalten konnte. Allerdings war von seinen drei identifizierten Ringen der ring of teleportation cursed, so dass er ihn nicht wieder würde ablegen können, sobald er ihn einmal übergestreift hatte. Er musste nach wie vor sehr vorsichtig sein bei Monstern, die ihn nicht einfach nur mit geschmiedeten Waffen angriffen.

Unter den spontan auftauchenden Monstern war auch wieder ein gelbes Licht. Entkommen konnte Bam Bam ihm auf dem wenigen Raum nicht, und so war er wieder blind.

Dies hatte einen seltsamen Effekt: er konnte plötzlich sämtliche Monster auf dem Level sehen, gleichgültig wo sie waren! Und er erschrak furchtbar, denn ein Raum hinter dem Dutzend Löcher war bis auf den letzten Platz mit Monstern gefüllt, darunter einige Arten, die er noch nicht gesehen hatte (iron piercer, leprechaun) und ein weiterer Werwolf in der Verkleidung eines elfs. Dieser bereitete Bam Bam grosse Sorgen, zu frisch war die Erinnerung an die Zeit, als er ständig zu einer Ratte mutiert war.

Einige Zeit später hatte er alle Löcher auf dem Weg zu dem Raum voller Monster gefüllt. Solange er noch blind war, wollte er keinesfalls die Konfrontation mit all den Monstern suchen, die in dem Raum auf ihn warteten. Als er wieder sehen konnte merkte er, wie erschöpft er nach dem langen Arbeitstag war. Zudem verspürte er den Wunsch zu baden und ein Buch zu lesen. Darum beschloss er, einen angenehmen Abend zu verbringen und morgen wiederzukehren.

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