Bam Bam The Plunderer - Völlig losgelöst

(Kapitel XII, Einleitung und frühere Kapitel siehe weiter unten)

Frisch ausgruht machte sich Bam Bam auf, den Level 10 zu erforschen. Auf den ersten Blick war nichts spezielles zu entdecken. Während er sich ungefähr gegen den Uhrzeigesinn durch die Räume arbeitete, nach versteckten Türen suchte und an sich schon die Treppe zu level 11 suchte, fand er den Weg nach unten ... in Gestalt eines weiteren Lochs im Boden.

"There is a hole in the floor."
"You fall through..."

Na wunderbar. Nun hatte er nicht nur einen nur halb erforschten level 9, einen halb erforschten level 10, er stand in level 11, der völlig unerforscht war und hatte keine Ahnung, was ihn hier erwartete. Vorsichtig schlich er durch die Korridore. Die meisten Räume waren dunkel. Seine Lampe konnte er immer nur
für einige Runden anmachen, denn sie flackerte bereits.

Plötzlich hörte er wieder einen shopkeeper rumnörgeln. 'Aha, ein Laden ! Mal sehen, was der zu bieten hat.'

Es war ... ein Schmuckgeschäft. Direkt vor den Eingang rumpelte er in eine Nymphe. Sie gab die ganze Zeit vor friedlich zu sein, während er sie umhaute. Bam Bam hasste Nymphen, sie klauten wie die Raben und teleportierten dann von dannen. Als sie endlich umfiel, blieb ein Ring übrig, sowie eine Flasche Wasser und eine scroll of teleportation. Er hatte richtig gelegen, das Mistding war offenbar auch schon im Juwelierladen zugange gewesen und der shopkeeper war zurecht sauer. Der shop hatte noch 4 oder 5 unidentifizierte Ringe. Gut zu wissen, aber die Teile waren teuer, und sie anzulegen solange ihre Funktion unbekannt war, war Bam Bam zu gefährlich. Zudem ärgerte er sich. Vor seinem Aufbruch im base camp auf level 7 hatte er alles, was er nicht brauchte, in den Schrank gestopft. Natürlich auch die inzwischen drei cursed rings of teleportation, die, einmal angelegt, ihn dazu bringen würden, alle paar Schritte wie ein Ziegenbock im level umher zu springen. Nutzlos wie sie in ihrem cursed Zustand waren, weil er sie nicht wieder würde abnehmen können, hätte er sie nun natürlich gut verkaufen können...

Er war inzwischen ziemlich beladen mit lauter unidentifizierten Gegenständen, von denen er nicht mal wusste, ob sie blessed, normal oder cursed waren.

Nur war der einzige Tempel bisher in der Mitte der Minen, im Einkaufszentrum, ewig weit entfernt. Das passte ihm gar nicht. Am Ende trug er nützliche Sachen bei sich ohne es zu wissen!

Er verliess den Laden, um später wieder zu kommen. Ein paar Schritte weiter lagen ein Langschwert, eine Rüstung, Schild und ein Helm rum. Das war ungewöhnlich, denn das war fast eine komplette Rüstung. Sowas lag nicht einfach alles auf einem Fleck, normalerweise. Bam Bam war alarmiert. Während er vorsichtig weiterging wurde ihm klar, dass er zurecht alarmiert war. Denn plötzlich, als er dachte, er wäre am Ende eines Korridors angekommen, kam die
Meldung

"You miss Carlo's ghost. Carlo's ghost touches you!"

Argh ! Geister. Als würden die Monster nicht reichen. Geister zu bekämpfen war schwierig, er hatte keine silberne Waffe, nicht mal einen lumpigen silbernen
Dolch. Und schwer zu treffen waren sie noch dazu. Und wenn sie einen berührten, konnten sie Teile der Ausrüstung cursen. Mist, Mist, Mist ! Das brauchte er gar nicht, aber der Kerl stand mitten im Weg. Ewig lang schlug er mit dem Langschwert auf den Geist ein. Glücklicherweise war der im Zielen genauso schlecht wie er selber, aber einige Male wurde er getroffen. Seine Ausrüstung durchzusehen, ob und welche Teile es erwischt hatte, verschob er auf später. In dem Moment, als der Geist schliesslich umfiel, kam ein grosses gelbes E um die Ecke.

Bam Bam versuchte sich zu erinnern, was das war. Grossbuchstaben waren immer Monster, die eine fürchterliche Kelle schlugen, soviel war klar. Bam Bam checkte die Hilfe. Ein fire elemental, nicht gut. Es gab verschiedene Arten von elementals, und sie waren üble Gegner. Und schnell ausserdem. Er versuchte trotzdem wegzurennnen. Natürlich ohne Chance, das fire elemental blieb ihm auf den Fersen. Er stellte sich zum Kampf, was anderes blieb ihm übrig?

"You hit the fire elemental."
"The fire elemental hits. You suddenly feel very hot!"

Bam Bam sah auf seine hitpoints. Waaaaah! Von 124 auf 102 mit einem Schlag? Er legte sich schon jetzt die Karten, das würde er kaum überleben. Drei Teffer
später stand er bei um die 50 hitpoints, und das elemental teilte weiter fröhlich aus, während weiter hinten noch zwei andere Biester unbekannter Art warteten. Hinter sich hatte Bam Bam eine offene Tür. Wenn er es schaffte, die Tür zu schliessen, bevor der warme Bruder hinter ihm durchschlüpfte, dann könnte er sich regenerieren! Es schien seine einzige Chance zu sein. Als er sich umdrehte und durch die Tür ging, folgte das fire elemental und langte erneut zu. Er hatte noch etwas über 20 hitpoints.

'Ok, grosser Kürbis! Das krieg ich nicht hin, mach was !'

Bam Bam betete zu Crom, in der Hoffnung, dieser würde ihn heilen. Das taten Götter manchmal, wenn man kurz davor war, tot umzufallen.

"You begin praying to Crom."
"You feel that Crom is very well pleased."
'Puuuuh.'
"A golden glow surrounds you."
"Your long sword glows lue for a moment."
'Häääääh?'

'What the fu** denkst Du dir eigentlich! Meine Waffe zu segnen, während ich schon an meiner Grube grabe, das hilft wirklich sehr, grosser Kürbis!' brüllte er. Dann stellte er fest, dass der golden glow das fire elemental davon abhielt, weiter auf ihn einzudreschen, und er leistete sofort Abbitte.

"The fire elemental strikes at you but pulls back!"

Er hatte ein paar Runden Zeit gewonnen. Genug, um vollends durch die Tür zu schlüpfen, sie zuzuhauen und abzuschliessen. Er war in einem Raum mit nur einem Eingang und konnte sich erholen. Hoffentlich waren fire elementals nicht fähig, Türen aufzusperren und zu öffnen, oder sie einfach einzutreten. Letzteres war die Spezialität von giants. Er starrte auf die Tür, doch nichts regte sich.

Er schrieb sich auf, in welcher Runde er gebetet hatte, für die nächsten rund 1000 Runden würde er das nicht nochmal machen können, ohne den grossen Kürbis sauer zu fahren. Das war der knappste Kampf bisher gewesen, einen, höchstens zwei Treffer mehr, und die Geschichte hätte hier bereits ihr Ende gefunden. Und er hatte vielleicht grade mal 10 Prozent der Aufgabe geschafft, die da lautete, das Amulet of Yendor aus den Tiefen des Dungeons, irgendwo unterhalb von level 50 zu holen, und wieder nach oben zu kommen.

Er konnte nur hoffen, dass seine Regeneration, die mittlerweile 2 hitpoints alle 5 Runden betrug besser wäre als die des fire elementals, und dass er es in der zweiten Runde würde plattmachen können. Aber das würde nicht jetzt passieren. Er war so knapp von der Schippe gesprungen, er würde Fehler machen. Und so setzte er sich in eine Ecke und wartete auf den nächsten Tag.

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