Alles Liebe zum Geburtstag !
Immerhin feierst Du am ersten sonnigen Tag seit Wochen, also wenn das kein gutes Omen ist ... geniesse es !
castagir - 30. Mär, 17:15
A9, A14, im Schlaf. Gegend nie gesehen, weil immer in der Dämmerung.
A6, A7, kurzweilig. Leider immer zur falschen Uhrzeit.
Neu im Programm:
A3 Ost. Zu wenige Spuren, zu viele Laster. Wie ein Rentner am Sonntag.
Ab Mai im Test:
A3 West, A45. Aus Studentenzeiten angenehme Erinnerung. Der Polo fuhr aber auch nur 130. Bergab.
Noch 300 Jahre bis zur Weltherrschaft, grob extrapoliert. Irgendwer muss den Obermohren im Vorstand noch die Diskrepanz von 290 Jahren zwischen dieser Schätzung und der Vision der GL erklären. Powerpoint ist klar, mit viel bunt, aber nehm ich Säulen- oder Tortendiagramme ?
Werde einleitend wahrscheinlich Investitionen in Autobahnbau, Ferraris und Flughäfen vorschlagen. Spart locker 100 Jahre. Wird aber nichts dran ändern: Q2 ist ein Kalender-FUMTU (fucked up more than usual)
castagir - 28. Mär, 22:46
Da beklagt der Erdbeerschorsch von München und Freising, Reinhard Marx, doch glatt, dass "Stirb langsam" und "Sudden Death"
kein angemessener Umgang mit der Osterbotschaft seien. Er lässt eindeutig die notwendige Lockerheit vermissen. Ist doch an Ostern immerhin thematisch besser aufgehoben als an Weihnachten, wo sie ja auch immer laufen.
Und was sollen sie denn sonst senden ?
"Täglich grüsst das Murmeltier" ? Oder
"Hängt ihn höher" vielleicht ? Oder doch Helmut Kohls Neujahrsansprache von 1985, die wegen des grossen Erfolgs an Silvester 1986 wiederholt wurde (was eigentlich keine Sau bemerkt hat) ?
castagir - 22. Mär, 15:12
... because it is
no Schnitzel. It is quadratisch gepresstes Formfleisch, zum Glück completely verdeckt von einer Schicht Industriepanade.
And if you put it in a toaster, not in a 10-Euro-Mediamarkt-Toaster, but in a _real_ toaster, it saus you das komplette Gehäuse innen tierisch voll and produces beeindruckende Qualmwolken.
And the whole kitchen smells like der seit einer Woche verschollene Hamster wäre soeben wiedergefunden worden.
In so etwas beisse ich erst rein, wenn ich die ersten rechteckigen Schweine mit eigenen Augen gesehen habe. Thomas war in unserer Studentenzeit der bessere Koch, aber naja was soll ich sagen, er ist mittlerweile verheiratet. Aber vielleicht ist es auch nur der Ausklang der Fastenzeit, weitgehend fleischlos scheint mir das ... Ding ja zu sein.
castagir - 22. Mär, 10:35
Nachdem die Atomskriegsvorbereitungen in den Supermärkten mehr oder weniger die ganze Woche andauerten, wird heute der zum Bersten volle Kühlschrank erstmalig geleert. Schliesslich ist ja Feiertag. Und ausserdem wird es für die Hausfrau von Welt zunehmend schwieriger, die Familie, die wie Geier um den Kühlschrank kreist, zu vertreiben.
Doch halt ! Lustige Traditionen, grad mal 2000 Jahre alt, liefern ihr Munition und schränken die Menüwahl doch erheblich ein. Kein Bambi an Kotflügel und Rotkohl, auch das leckere Karnickel bleibt im Stall. Schon wieder Nudeln ? Das geht nicht. Und alles das nur wegen der Weihrauchschwenker.
Nun soll niemand sagen, die Weihrauchschwenker wären altmodisch. Immerhin haben sie sich nach 1000 Jahren soweit bewegt, das unmittelbare Verbringen des Gläubigen in die Hölle zu unterlassen, sollte er das Adventsfasten (jaha, auch das gab es mal) ausgelassen haben. Und erst 1917 haben sie es aus dem Kirchenrecht gestrichen, das heisst, es ist mittlerweile straflos. Frohlocket ! Ein Eintrag weniger auf der ewigen Liste.
Schreiben wir das fort, wird in rund 800 Jahren die nächste christliche Revolution losbrechen, die Abschaffung des fleischlosen Freitags. Führt das Fleischessen an einem normalen Freitag nur zu einem Stirnrunzeln bei der Beichte, wird ein gebeichteter Fleischgenuss am Karfreitag nicht unter 500 Rosenkränzen bestraft. Das muss so, weil das war schon immer so.
Mag ja sein dass es damals, am Arsch des Universums, echt blöd war, an diesem Tag kein Fleisch essen zu dürfen, mit Seen und Teichen hatten sie es in der Wüste ja noch nie so sehr. Heute ist es himmelschreiender Unfug. Selbst wenn die Hausfrauenparade vor der Nordsee einen verschrecken sollte, der BoForst-Mann fährt überall hin, wo es asphaltierte Strassen gibt, und auch der Teichwirt drei Käffer weiter ist immer für einen Zwanziger cash zu haben und liefert fangfrische Forellen, Waller oder Karpfen frei Haus, vermutlich auf dem Weg zur Dorfkirche, oder von dort in die Dorfkneipe.
Aber gut. Wenn es denn hilft, kein Fleisch. So ein Zanderfilet ist ja auch ganz schauderhaft. Aber wer bin ich, das ich den Kreuzfahrernjüngern widersprechen wollte. Kasteien wir uns. Ich werde also mein Fastengericht in Demut verzehren in der Hoffnung, dass der Pfarrer sich damit begnügt, weitere kleine Nadeln in seine castagir-Puppe zu stecken. Wenn er noch Platz findet.
Auf Wiedersehen Bambi, see you tomorrow. Hallejuha.
castagir - 21. Mär, 18:11
Die internationalen Bowling-Meisterschaften in meinem Dachboden sind entschieden, das SEK hat gewonnen. "KingPin" Popeye, der Hausmarder, ist im Viertelfinale gegen sechs Uhr in der früh ausgeschieden, und hat sich unter gewaltigem Getöse in den Staukasten meiner Sonnenliege zurückgezogen. Natürlich nicht, ohne mir einen vernichtenden Blick zuzuwerfen. Vermutlich soll ich neue Cheerleader besorgen. Ich weiss es nicht. Ich befürchte, die Vertragsverhandlungen für die kommende Saison werden spannend. Vielleicht sucht er sich ja doch einen neuen Hauptsponsor.
castagir - 21. Mär, 11:20
China hat vor 58 Jahren ein Land annektiert. 58 Jahre später schlägt die chinesische Regierung einen Aufstand in einer Provinz nieder. Sie machen das nicht auf die deutsche Art, diskutieren das also nicht aus, bilden auch keine sich alle zwei Wochen treffende Kommission, sie beenden das einfach. Und die Intellektuellen der Welt schreien auf. "Boykottiert Olympia" schallt es von Seiten der Berufsbetroffenen durch den Blätterwald.
Nun haben wir ja gesehen, Olympiaboykotte sind halt doch relativ selten, und stehen so alle 30 Jahre mal zu Debatte. Das ist doch hochgradig unprofessionell !
Ihr solltet viel öfter um Euch boykottieren. Dann seid Ihr wenigstens von der Strasse weg, gut aufgehoben, und habt was zu tun. Damit Ihr nicht warten müsst, bis der erste Gelehrte sich aus der Deckung wagt, dem Ihr dann lemmingmässig folgen könnt, hier mal eine unvollständige Liste von Events, die Ihr dieses Jahr ganz dringend boykottieren solltet.
23.3. Grand Prix von Malaysia
1969 gab es Rassenunruhen. Ausserdem ist es eine beschissene Uhrzeit für Fernsehübertragungen.
6.4. Grand Prix von Bahrain
Erst 2001 hat der König seine absolutistische Macht aufgegeben und dem Land erste demokratische Ansätze gegeben. Davor hat er geherrscht wie ein Gott. Naja, Frauen dürfen da noch immer nicht Auto fahren. Nicht alles ist schlecht, aber boykottieren muss schon sein.
27.4. Grand Prix von Spanien
Die Jungs haben damals halb Südamerika entvölkert. Und 1939 bis in die 70er hat Franko eine grausame Säuberung der im vorangegangenen Bürgerkrieg Unterlegenen durchgeführt. Da kann es gar keine Diskussion geben, das wird boykottiert. La Sagrada Familia und Gaudi werden sowieso überschätzt, kann man sich schliesslich auch auf Bildern angucken.
11.5. Grand Prix der Türkei
Was muss man dazu noch sagen ? Die Jungs, die Döner und Baklava können, haben hier eh schon alle eine Imbissbude, nen 3er, und die Familie hergeholt, also warum sollte man da hin müssen ? Seit 1923 unterdrücken Sie die Kurden, haben ihnen über Jahrzehnte hinweg sogar ihre eigene Sprache verboten. Wir können sie ja stattdessen in die EU aufnehmen, aber das Rennen wird boykottiert.
25.5. Grand Prix von Monaco
Wenn schon in Liechtenstein kein boykottierbarer Grand Prix stattfindet, dann muss man alternativ wenigstens den im anderen Land der Steuerflüchtlinge boykottieren. Man darf ja nicht so eingeschränkt sein und immer nur dann boykottieren, wenn Menschenrechte in Gefahr sind, man muss das auch mal aus rein finanzpolitischer Sicht tun.
8.6. Grand Prix von Kanada
Die fanden es cool, zur Zeit der Judenverfolgung, als zigtausende vom Mord bedrohte Menschen auswandern wollten, niemanden aufzunehmen. Also ich meine gerade wir hierzulande sind moralisch eigentlich verpflichtet, da zu boykottieren.
22.6. Grand Prix von Frankreich
Die essen Froschschenkel. Das ist zwar nach deutschem Recht nur Sachbeschädigung, aber trotzdem.
6.7. Grand Prix von Grossbritannien
Wollte man die Verbrechen dieses Staatsgebildes aufzählen, bräuchte man eine Enzyklopädie. Und selbst in der Neuzeit immernoch ein Buch. Ausserdem können sie nicht kochen, die Queen ist unabsteigbar und sie haben den hässlichsten Thronfolger der Welt. Nachdem das Wetter sowieso mies ist, fällt das Boykottieren nicht gar so schwer.
20.7 Grand Prix von Deutschland
Mal ehrlich, schon allein aus historischer Schuld müssen wir eigentlich dieser Veranstaltung fernbleiben.
3.8. Grand Prix von Ungarn
Die Kollaborationsregierung hat es geschafft, von 44 bis zum Kriegsende noch 400.000 Juden umzubringen. Das ist erst knapp 70 Jahre her, dafür müssen sie büssen. Ausserdem machen sie einen Rotwein, von dem ich immer tierische Kopfschmerzen kriege. Ich fordere Solidarität.
24.8. Grand Prix von Europa
Die Hälfte der wichtigen Staaten dieses lustigen Gebildes boykottieren wir ja nun ohnehin schon. Der Rest ist Schwund. Ausserdem findet der Grand Prix in Valencia statt, das zur Achse des Bösen gehört.
7.9. Grand Prix von Belgien
Kolonialmacht sein, Kinder schänden, Essig auf die Pommes geben und bis 62 die Flamen unterdrücken, also bitte.
14.9. Grand Prix von Italien
Irgendwann nach 36 hat Benito Äthiopien überfallen und über eine halbe Million Einwohner umbringen lassen. Das kann man auch mit der besten Pizza nicht wett machen. Ihre Autos rosten schon im Katalog und sie haben die WM gewonnen. Und jedes Mal muss ich nachsehen, wer grad Regierungschef ist, ändert sich ja alle zwei Wochen.
28.9. Grand Prix von Singapur
64 gab es inländische Unruhen, die blutig niedergeschlagen wurden. Zensur, Rauchverbot. Prügelstrafe als Mittel der staatlichen Sanktion, langt das nicht, gibts auch heute noch die Todesstrafe. Bis vor wenigen Jahren war der Verkauf von Kaugummis unter Strafe gestellt.
12.10. Grand Prix von Japan
Nur Zweiter geworden im letzten Krieg. Hat in China (sic!) beispiellose Massaker angerichtet. Grenzt heute noch Minderheiten aus, wenn sie nicht den buddhistischen Berufsbildern entsprechen. Ihre Schrift kann keine Sau lesen. Ausserdem hat man ein übles Jetlag in den Knochen, wenn man da hin fliegt. Also ausgeschieden.
19.10. Grand Prix von China
Ja, was soll ich sagen ? Wenn wir die Olympiade boykottieren, können wir ja nicht gut hingehen und zusehen, wie sie da im Kreis rumfahren.
2.11. Grand Prix von Brasilien
68 hat die Militärdiktatur aufständige Studenten niedergeknüppelt. Den einheimischen Indios können sie nichts mehr antun, die sind so gut wie ausgerottet. Spielen viel zu gut Fussball und die Frauen sind unverschämt gutaussehend.
Schade, dass wir den Grand Prix der USA nicht boykottieren können, die cleveren Amis haben ihn in weiser Voraussicht selber abgesagt. Den Grand Prix von Australien haben hoffentlich ohnehin alle aufrecht stehenden Oberlehrer boykottiert. Was die mit den Ureinwohnern damals gemacht haben, das ist ja schlimm. Und die Proteste der paar noch lebenden Aborigines haben sie bei der 200-Jahr-Feier vor vier Jahren auch keinen Deut geschert. Ausserdem besteht die Bevölkerungshistorie aus verbannten englischen Verbrechern.
Wenn Ihr Euch daran haltet, habt ihr neben deutlich geringeren Reisekosten auch 18 Sonntage mehr frei, und seid Montags nicht so unausgeschlafen. Und das ist doch eigentlich zu befürworten. Man darf ja neben einem ab Geburt belasteten Gewissen auch einen Vorteil davon haben, trotzig mit dem Fuss aufzustampfen, wie verlogen es auch immer sein mag.
castagir - 16. Mär, 08:01