Mittwoch, 2. Januar 2008

Böse NASA

"Entrüstung über kryptische Nasa-Daten."

Die NASA hat eine paar Jahre alte Studie über Flugsicherheit veröffentlicht, weil sie dazu gezwungen wurde, es zu tun. Vorher hatten alle Bedenkenträger gejammert, sie könnten absolut gar nie nicht mehr schlafen, wenn sie nicht sofortestens Zugang zu dieser Studie bekommen würden. Nach der Veröffentlichung haben die gleichen Bedenkenträger gejammert, sie könnten die Studie nicht lesen, weil die böse NASA die 16208 Seiten Rohdaten veröffentlicht hat, ohne für die Amis einen vierbildrigen Comic mit einer Zusammenfassung draus zu machen.

No sweat, folks, castagir at your service. Statt Bildern bekommt Ihr sogar ne universelle Formel:

Ticketpreis * 1/Pilotenpromille * 1/Flugzeugalter * 1/LandungbeklatschendePassagiere - Anzahl Pappbrötchen pro 100 Flugkilometer * Rocklänge der Stewardessen + Freigepäck in Gramm * 1/EntfernungDesFlughafensVonDerZivilisation= Durchschnittliche Flugweite bis zum Absturz (in Parsec)

Das heisst im Einzelnen: Wenn Du mit der Lufthansa zum Ballermann fliegst und vier Brötchen bekommst, aber hinter Dir 300 westfälische Rentner sitzen, die jedes Luftloch frenetisch beklatschen, weil sie es für die Landung halten, dann ist das möglicherweise gefährlicher, als wenn Du für das selbe Ziel bei RyanAir einen Platz im Fahrwerkschacht buchst, wo Du vor Hunger in den Flohfänger Deines Vordermanns beisst, und nur eine Ersatzunterhose frei mitnehmen darfst. Selbst dann, wenn Du vor dem Rückflug mit dem Piloten ein Wettsaufen veranstaltet hast.

Nach dem verrenkten Hals, weil Du den Stewardessen unter den Rock schauen wolltest, ob ihre komplette Uniform von der Fluggesellschaft gestellt wird, hat niemand gefragt. Die Chiropraktikerstudie der NASA ist ja noch immer unter Verschluss.

Glückskeks-Rally

Nach einmal "Hund süss-sauer" kam:
"Eine einflussreiche Person wird Sie um Rat fragen." Hmm, jaja, passt scho... häh ?

Nach einmal "Weiss-Nicht mit Gemüse" kam:
"Stellen sie sich nie zwischen Hund und Baum!" Ich wohne in einer Grossstadt, Ihr Heiden, um welchen der beiden Bäume geht es denn ?

Nach einmal "T52 (scharf)" kam:
"Es ist immer Zeit für Veränderungen." Ok, das ist mal eine klare Ansage. Ab heute nur noch zwei gleichfarbige Socken aus dem grossen Memory in der Schublade ziehen.

Nach noch einmal "T52 (scharf)" kam:
"Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen." DAS wollte ich hören. Nichts anderes.

Ok, ich hab jetzt seit drei Tagen Verstopfung, aber jetzt kann das Jahr von mir aus beginnen. Ole.

Montag, 17. Dezember 2007

Lieber Weihnachtsmann

Ich wünsche mir

keinen Printserver
keine Soundkarte
keine niedergerittene Notebook-Installation in der bleischweren Ledertasche
keine niedergerittene Server-Installation unterm Arbeitstisch
keinen neuen PC

Das alles habe ich schon, mein lieber Weihnachtsmann, mussu nich erst besorgen. Cool oder ?

Ich wünsche mir stattdessen was ganz einfaches:

Einen Deppen, der den ganzen Scheiss über die Feiertage hier, da und 360km weiter in Betrieb nimmt bzw. ent-DAU-t, repariert, gradezieht.

Einen Deppen, der mir die 24/7-Garantie abnimmt, die Söhne für sämtliche Elektrogeräte in der Familie zu übernehmen haben.

Dann wünsche ich mir eine kollektive, familienweite Amnesie. Lass sie denken, ich sei Schreiner. Oder Maurer. Lass sie nicht daran denken, dass ich 'Computer kann'.

Und ein Outlook, mit dem man nix weiter tun kann, ausser mails abzuholen, zu lesen, und zu beantworten. Nix, gar nix! Keine Knöppe, keine Menüs, keine Hotkeys, nada. Familiensicher halt, Du weisst, was ich meine.

Und wenn Du der DSL-Hotline noch einen Blitz ins Hirn schicken könntest, dann wär das schön. Weil dann muss ich wenigstens den kaputtgespielten Router bei Mama nicht neu einrichten, während sie von mir wissen will, was ich da tue, damit "sie sich im Notfall selber mal helfen kann". Alternativ kannst Du ihr diese Idee auch aus dem Hirn beamen, wäre auch ok.

Geht das ? Bitte. Sonst hab ich echt alles, was ich brauche.

Na ja gut, bis auf den toilettenrollengroßen Einkaufszettel. Aber um den kümmer ich mich selber, mach Du Deinen Teil, den Rest erledige ich dann schon.

Haben wir nen Deal ?

Sonntag, 16. Dezember 2007

Notiz: Sonnenbrille mitnehmen !!

Männer, aufgepasst!

Es ist egal, was Ihr Dienstag macht. Ihr könnt verschiedenfarbige Socken tragen, die Speisekarte das Hemd der letzten Woche noch mal anziehen, das QTip im linken Ohr vergessen, wenn Ihr zur Arbeit geht. Aber, um Himmels Willen, nehmt eine Sonnenbrille mit ! Am besten eine innenverspiegelte.

Nein, der berühmte englische Wissenschaftler warnt nicht vor Sonnenflecken. castagir warnt, dass ihr Dienstag alle von Schönheit geblendet werdet. Keine Angst, seid stark, schon Mittwoch wird der Spuk wieder vorbei sein.

QVC hat von gestern bis heute 75.000 Tiegel Schnellzement Gesichtscreme an die Frau gebracht.

24 Hour Creme Rundumpflege in Geschenktiegel 200ml.

Das heisst im Einzelnen für Eure Wochenplanung:
  • Montag wird der Kram geliefert. In einem Geschenktiegel (was das genau ist, klären wir ein andermal, jetzt nur soviel: Das Ding wiegt ungefähr 3 Kilo, und wenn ihr mit dem Daumen reinlangt, werdet Ihr damit steckenbleiben und das Ding den ganzen Tag mit Euch rumtragen müssen). Ihr solltet mit Vorfreude rechnen.
  • Dienstag rennt sie den ganzen Tag rum, als hätte jemand die Schraube hinten im Haarknödel mindestens eine Vierteldrehung weitergedreht. Das Lächeln auf den Lippen ist nicht echt, das ist eine natürliche Folge plastischer Verformung der Gesichtshaut. Abends wird es heissen: "Schatz, als ich heute aufgestanden bin, graute der Morgen." Ihr solltet mit dem Wunsch nach Austausch von Körperflüssigkeiten rechnen.
  • Mittwoch wird es angesichts der Realität heissen: "Schatz, als ich heute aufgestanden bin, graute dem Morgen." Ihr solltet mit dem vehementen Wunsch nach weiteren Geschenktiegeln rechnen.
  • Donnerstag wird der Badezimmerspiegel mit dem leeren Geschenktiegel eingeworfen. Ihr solltet mit Scherben rechnen. Solltet Ihr Blutflecken entdecken, sind diese von der Katze, weil ihr das Ding beim ersten Wurf leicht ausgekommen ist.
  • Freitag bringt Ihr statt Blumen einen neuen Badezimmerspiegel mit.

Wenn ihr Glück habt, seid ihr so für kleines Geld wenigstens die Katze los.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Applaus, Applaus

1000 Megawatt für fünf Minuten gespart. Das sind 80 Megawattstunden. Dass es genau 1000 Megawatt waren, liest sich halt schön, und macht das Rechnen für die Hauptschüler einfacher. Vielleicht waren es nur 983,5 oder sogar 1432 Megawatt. In jedem Fall genug, um sich gegenseitig solange auf die Schultern zu klopfen, bis die Hände bluten.

*räusper*
Jahresverbrauch Deutschland: 4.000.000.000 Megawattstunden. Wer hat hier Jehova gesagt ? Steinigt ihn !

Ich habe selten eine derart nutzlose symbolische Aktion gesehen. Naja, der BILD-Aufkleber "Runter mit den Steuern" seinerzeit hat vielleicht ähnliche Performance gezeigt.

Hätten die ganzen Helden in den 5 Minuten mal ihr Hirn benutzt (bei eingeschaltetem Licht), und überlegt, wo sie mal wirklich Strom sparen können, wäre langfristig um den Faktor 10000 mehr rausgekommen.

Aber solche Sachen wie
- den TV-HiFi-Fuhrpark eben nicht 345 Tage im Jahr auf Standby zu lassen (abzgl. 4 Wochen Urlaub, denn da hat man ja Angst das was passiert)
- die drei cm Eis innen an der kompletten Gefriertruhe abzutauen
- 2 Liter Wasser nicht im Topf, sondern in einem Wasserkocher zum Blubbern zu bringen

die erfordern entweder Hirn oder machen Mühe. Wie stolz und beruhigt kann man dagegen sein, für fünf Minuten erfolgreich das Licht ausgeknipst zu haben.

Ich schlage fürs nächste Jahr eine ähnliche Aktion vor. Alle Teilnehmer aus 2007 sollen einen ganzen Tag lang nicht pupsen. Vielleicht zerreisst's dann ein paar von ihnen. Ein netter Nebeneffekt wäre, dass die Zerrissenen ab Ende 2008 maximal Strom sparen.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

...

Licht aus ! Samstag von acht bis fünf nach acht machen die Leuchten des Landes das Licht aus. Angeblich eine Aktion zum Schutz des Klimas.

castagir hat heut schon mal geübt. Beladen mit einer wackeligen Konstruktion aus Teller, Butterdose, Lachs, Meerrettich, Rotweinglas, Besteck, und zwei Scheiben Toast zwischen den Zähnen, bewegte sich der chef de cuisine aus Richtung Kühlschrank kommend in Richtung Bürotisch.

Grunzend zog er die fast geschlossene Küchentür mit dem Fuss auf, als sein Blick über den Rand der Toastscheiben auf den Lichtschalter der Küche fiel. Zweifelnd schaute er an sich herunter, ob sich irgendwo überraschend noch eine weitere, unbeladene Hand finden liesse.

Nicht unerwartet war diese Suche erfolglos, also ging er leicht in die Knie und drosch das Licht mit einer eleganten, wohlberechneten Bewegung seines rechten Ellenbogens aus. Stolz über den Erfolg marschierte er strammen Schritts durch die unbeleuchtete Diele in Richtung Wohnzimmer ... und rannte dabei mit voller Wucht gegen die bleischwere Notebooktasche, die er dort unachtsamerweise abgestellt hatte.

Während sich die Bestandteile des Abendessens gleichmässig zwischen Diele und Wohnzimmer verteilten sorgte der aufkeimende Schmerz im linken Fuss dafür dass er die Zähne zusammenbiss, und zwei angebissene Toastscheiben sich zum dem am Fussboden wartenden Abendessen legten.

Als er sein Futter wieder zusammengesammelt hatte dachte er *Scheiss aufs Klima*, machte das Licht in der Diele an und kellte das davongerollte Meerrettichglas unter der Vitrine hervor.

Klimaschutz ist wichtig, aber Lachs ohne Meerrettich, das geht gar nicht, das Licht zur Zeit des Abendessens auszumachen ist also eine ungeheuer dämliche Idee. Lasst es uns mittags um zwölf machen. Hilft genau so viel, aber wenigstens sieht man, wo das Mittagessen hinrollt ...
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a life less ordinary ?

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