Dienstag, 1. April 2008

Schwarze Spaghetti

Blechotto = 1 Kabel. 2 Displays = 4 Kabel. Keyboard + Maus = 2 Kabel. Netzwerk + Fernwartung = 3 Kabel. USB-Platte 1 = 2 Kabel. USB-Platte 2 = 1 Kabel. Ein Notebook, 4 weitere Kabel.

In Summe 17, davon 6 mal Strom. Passen natürlich aufgrund hirnrissiger Bauformen der Steckernetzteile nicht in eine 6er Schaltleiste. Also kaskadiert man zwei davon.

Als wir vier vor ein paar Wochen vorübergehend in einen Besprechungsraum umgezogen sind haben wir noch versucht, eine als solche erkennbare Verkabelung hinzubekommen, trotz des Wissens, das sich dies bald erneut ändern wird. Und natürlich sitzen wir alle um das typisch deutsche Besprechnungszimmerbarock aus mehreren zusammengestellten, ungeheuer stylischen Tischen herum. James.T.Kirk's Brücke ist ein Scheissdreck dagegen. Pearl Harbour allerdings auch.

Als dann der erste Switch dazu kam, legten wir seine zwei Kabel einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, ihn würden wir als erstes wieder abbauen.

Als dann der erste Server kam, legten wir seine sechs Kabel einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, ihn würden wir als erstes wieder abbauen.

Als dann die Waage dazu kam, legten wir ihre 4 Kabel einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, sie würden wir als erstes wieder abbauen.

Als dann die Steuerung dazu kam, legten wir ihre 2 Kabel einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, sie würden wir als erstes wieder abbauen.

Als dann auffiel, dass ein kleiner Switch nu nicht mehr reicht, legten wir den neuen einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, ihn würden wir als erstes wieder abbauen. Inklusive der zwei Kabel.

Als dann der Panel-PC kam, wir seine 4 Kabel einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, ihn würden wir als erstes wieder abbauen.

Als dann die Stromversorgung schlapp machte, legten wir die Kabeltrommel mit dem Drehstrom einfach oben auf den Haufen in der Hoffnung, sie würden wir als erstes wieder abbauen. Inklusive der zwei zusätzlichen Steckerleisten, die wir brauchten, um die neun schon vorhandenen Steckerleisten darauf zu stecken.

Als letzte Woche ein Kollege reinschneite und fragte 'hat mal einer schnell ein Netzwerkkabel ?', haben wir im Chor geantwortet: 'eins ? hunderte ! such Dir eins aus !' und unter den Tisch gezeigt. Wir haben seither nichts mehr von ihm gehört. Das ist schade, er war nett und wir wollten ihn für unser Team gewinnen. Seither laufen allerdings vermehrt Anfragen nach kabelloser Stromversorgung bei uns auf.

Als wir gestern den Server abbauen wollten, gingen wir nach zwei Stunden verzweifelt in die Hardwareabteilung, denn seine sechs Kabel zu finden hätte weitere Stunden gekostet. Die Hardwareabteilung schickte uns in unser Besprechungszimmer, das Kabellager sei seit 1.3. dort.

Auch andere Abteilungen schicken seit einer Woche Gefangene zu uns. Manchmal sind die Mitgefangenen bei ihrem Eintreffen rabiat. Aber sobald sie das Kunstwerk unter dem Tisch sehen, werden sie ruhiger. Sie verlassen den Raum, selig lächelnd und vollkommen überzeugt, nie in ihrem Leben wieder ein Kabel zu benötigen.

Das wiederum rief die Betriebspsychologin auf den Plan. Sie hat sich beschwert, dass sie noch zwei volle Paletten Valium kurz vor dem MHD hätte, aber keiner mehr welches brauchen würde. Wir haben ihr gesagt, sie soll es selber nehmen. Daraufhin ist sie mit ihrem Assistenten für zwanzig Minuten unter dem Tisch verschwunden. Ob sie Sabotage getrieben oder irgendwelche SM-Spiele veranstaltet haben, wissen wir nicht, wir glauben, mittlerweile müsste fast alles mehrfach redundant verkabelt sein.

Ich fürchte allerdings, der Kabelbaum hat ein Eigenleben entwickelt, womöglich sogar so etwas wie Intelligenz. Seit gestern versuche ich, die eine USB-Platte (siehe oben) mit Netzteil aus dem Verhau zu stöpseln. Eigentlich erst seit heute, gestern habe ich mich einfach nicht getraut. Und ich hatte recht, denn heute hat hat mich der erste Switch (siehe auch oben) mit der einzigen seiner vielen Dioden, die in dem Verhau noch sichtbar war, ärgerlich angeblinkt. Zumindest so lange, bis ich versehentlich auch seine Stromversorgung ausgesteckt hatte. Nachdem ich vorher, unter den Tischen in einem Riesenteller schwarzer Spaghetti herumkriechend, zwei komplette Schaltleisten und mindestens zwei andere Geräte versehentlich ausgeknipst hatte. Nachdem einer der beleuchteten Steckerleistenschalter defekt war, habe ich beim Versuch, sie wieder einzuschalten, dann die dritte Schaltleiste ausgeschaltet, was zu noch grösserem Frohlocken im ganzen Raum geführt hat.

Das USB-Kabel zum Rechner suche ich noch. Es wird beim Umzug wieder auftauchen. Der soll Freitag sein. Wenn das Kabelungeheuer uns lässt.

Sonntag, 30. März 2008

...

Alles Liebe zum Geburtstag !

Immerhin feierst Du am ersten sonnigen Tag seit Wochen, also wenn das kein gutes Omen ist ... geniesse es !

Freitag, 28. März 2008

Spinnennetz

A9, A14, im Schlaf. Gegend nie gesehen, weil immer in der Dämmerung.
A6, A7, kurzweilig. Leider immer zur falschen Uhrzeit.

Neu im Programm:
A3 Ost. Zu wenige Spuren, zu viele Laster. Wie ein Rentner am Sonntag.

Ab Mai im Test:
A3 West, A45. Aus Studentenzeiten angenehme Erinnerung. Der Polo fuhr aber auch nur 130. Bergab.

Noch 300 Jahre bis zur Weltherrschaft, grob extrapoliert. Irgendwer muss den Obermohren im Vorstand noch die Diskrepanz von 290 Jahren zwischen dieser Schätzung und der Vision der GL erklären. Powerpoint ist klar, mit viel bunt, aber nehm ich Säulen- oder Tortendiagramme ?

Werde einleitend wahrscheinlich Investitionen in Autobahnbau, Ferraris und Flughäfen vorschlagen. Spart locker 100 Jahre. Wird aber nichts dran ändern: Q2 ist ein Kalender-FUMTU (fucked up more than usual)

Samstag, 22. März 2008

Ach Gottchen

Da beklagt der Erdbeerschorsch von München und Freising, Reinhard Marx, doch glatt, dass "Stirb langsam" und "Sudden Death" kein angemessener Umgang mit der Osterbotschaft seien. Er lässt eindeutig die notwendige Lockerheit vermissen. Ist doch an Ostern immerhin thematisch besser aufgehoben als an Weihnachten, wo sie ja auch immer laufen.

Und was sollen sie denn sonst senden ? "Täglich grüsst das Murmeltier" ? Oder "Hängt ihn höher" vielleicht ? Oder doch Helmut Kohls Neujahrsansprache von 1985, die wegen des grossen Erfolgs an Silvester 1986 wiederholt wurde (was eigentlich keine Sau bemerkt hat) ?

Don#T call it Schnitzel

... because it is no Schnitzel. It is quadratisch gepresstes Formfleisch, zum Glück completely verdeckt von einer Schicht Industriepanade.

And if you put it in a toaster, not in a 10-Euro-Mediamarkt-Toaster, but in a _real_ toaster, it saus you das komplette Gehäuse innen tierisch voll and produces beeindruckende Qualmwolken.

And the whole kitchen smells like der seit einer Woche verschollene Hamster wäre soeben wiedergefunden worden.

In so etwas beisse ich erst rein, wenn ich die ersten rechteckigen Schweine mit eigenen Augen gesehen habe. Thomas war in unserer Studentenzeit der bessere Koch, aber naja was soll ich sagen, er ist mittlerweile verheiratet. Aber vielleicht ist es auch nur der Ausklang der Fastenzeit, weitgehend fleischlos scheint mir das ... Ding ja zu sein.

Freitag, 21. März 2008

Kochen unter erschwerten Bedingungen

Nachdem die Atomskriegsvorbereitungen in den Supermärkten mehr oder weniger die ganze Woche andauerten, wird heute der zum Bersten volle Kühlschrank erstmalig geleert. Schliesslich ist ja Feiertag. Und ausserdem wird es für die Hausfrau von Welt zunehmend schwieriger, die Familie, die wie Geier um den Kühlschrank kreist, zu vertreiben.

Doch halt ! Lustige Traditionen, grad mal 2000 Jahre alt, liefern ihr Munition und schränken die Menüwahl doch erheblich ein. Kein Bambi an Kotflügel und Rotkohl, auch das leckere Karnickel bleibt im Stall. Schon wieder Nudeln ? Das geht nicht. Und alles das nur wegen der Weihrauchschwenker.

Nun soll niemand sagen, die Weihrauchschwenker wären altmodisch. Immerhin haben sie sich nach 1000 Jahren soweit bewegt, das unmittelbare Verbringen des Gläubigen in die Hölle zu unterlassen, sollte er das Adventsfasten (jaha, auch das gab es mal) ausgelassen haben. Und erst 1917 haben sie es aus dem Kirchenrecht gestrichen, das heisst, es ist mittlerweile straflos. Frohlocket ! Ein Eintrag weniger auf der ewigen Liste.

Schreiben wir das fort, wird in rund 800 Jahren die nächste christliche Revolution losbrechen, die Abschaffung des fleischlosen Freitags. Führt das Fleischessen an einem normalen Freitag nur zu einem Stirnrunzeln bei der Beichte, wird ein gebeichteter Fleischgenuss am Karfreitag nicht unter 500 Rosenkränzen bestraft. Das muss so, weil das war schon immer so.

Mag ja sein dass es damals, am Arsch des Universums, echt blöd war, an diesem Tag kein Fleisch essen zu dürfen, mit Seen und Teichen hatten sie es in der Wüste ja noch nie so sehr. Heute ist es himmelschreiender Unfug. Selbst wenn die Hausfrauenparade vor der Nordsee einen verschrecken sollte, der BoForst-Mann fährt überall hin, wo es asphaltierte Strassen gibt, und auch der Teichwirt drei Käffer weiter ist immer für einen Zwanziger cash zu haben und liefert fangfrische Forellen, Waller oder Karpfen frei Haus, vermutlich auf dem Weg zur Dorfkirche, oder von dort in die Dorfkneipe.

Aber gut. Wenn es denn hilft, kein Fleisch. So ein Zanderfilet ist ja auch ganz schauderhaft. Aber wer bin ich, das ich den Kreuzfahrernjüngern widersprechen wollte. Kasteien wir uns. Ich werde also mein Fastengericht in Demut verzehren in der Hoffnung, dass der Pfarrer sich damit begnügt, weitere kleine Nadeln in seine castagir-Puppe zu stecken. Wenn er noch Platz findet.

Auf Wiedersehen Bambi, see you tomorrow. Hallejuha.

King Pin

Die internationalen Bowling-Meisterschaften in meinem Dachboden sind entschieden, das SEK hat gewonnen. "KingPin" Popeye, der Hausmarder, ist im Viertelfinale gegen sechs Uhr in der früh ausgeschieden, und hat sich unter gewaltigem Getöse in den Staukasten meiner Sonnenliege zurückgezogen. Natürlich nicht, ohne mir einen vernichtenden Blick zuzuwerfen. Vermutlich soll ich neue Cheerleader besorgen. Ich weiss es nicht. Ich befürchte, die Vertragsverhandlungen für die kommende Saison werden spannend. Vielleicht sucht er sich ja doch einen neuen Hauptsponsor.
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a life less ordinary ?

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